Sonntag, 8. September 2013

Lesenswert: "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Originaltitel: Me before you
Genre: Beziehungsroman
Autorin: Jojo Moyes, Übersetzung: Karolina Fell
Dt. Erstausgabe: 21.03.2013, Gelesen: 5. Auflage 2013, Format: TB
Seiten: 520, Kapitel: 27 (+ Prolog und Epilog)

"Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes
"Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen."

Autorin:
Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.



Inhalt/Buchrücken:
Lou & Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

1. Satz:
"Als er aus dem Bad kommt, ist sie wach, hat sich gegen das Kopfkissen gelehnt und blättert durch die Reiseprospekte, die neben seinem Bett gelegen haben."

Warum habe ich das Buch gekauft?
Das Buch stand lange Zeit auf der Spiegel-Bestsellerliste ganz oben; was ja nicht unbedingt was heißen muss.aber zumindest ein Grund ist, es sich mal genauer anzuschauen. Das Cover ist ein Hingucker und fiel mir auch in jedem Buchladen sofort auf. Schließlich wurde das Buch in einigen Blogs und Videorezensionen immer wieder empfohlen und gelobt. Ich habe mir dann das Buch ohne weiteres Vorwissen zum Inhalt gekauft und es dann auch nicht lange liegen lassen ...

Ein Tipp vorab:
Ihr solltet vorher nicht allzuviel über das Buch im Internet lesen, auch keine Videorezensionen sehen, denn die verraten teilweise schon zu viel! Auch ich versuche hier jetzt nicht allzuviel vom Inhalt vorwegzunehmen.

Worum geht es (Tags)?
Pflege/Betreuung, Tetraplegiker, Familie, Freundschaft, Liebe, ??? (wird nicht verraten), England

Meine Meinung:

Cover
Das Cover finde ich sehr ansprechend gestaltet, der Titel ist so aufgedruckt, dass er etwas hervorsteht. Es sagt aber ansonsten nicht viel über den Inhalt des Buches aus.

Handlung
Der Klappentext verrät nicht viel, oder anders gesagt, man bekommt mehr als man erwartet. Dieses Buch als "Liebesroman" zu bezeichnen, finde ich nicht ganz passend. Das ist es zwar auch, aber erst im letzten Viertel des Buches. Ich würde das Buch eher als Beziehungsroman bezeichnen. Es geht um das Leben von Lou mit ihrem Freund, ihrer Familie und ihrem neuen Job. Insbesondere ihrem Job, Will zu betreuen ... Es geht natürlixh auch um das Leben von Will, der nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Hauptsächlich steht die Beziehung von Lou und Will im Vordergrund, die sich sehr interessant und abwechslungstreich gestaltet. Mehr möchte ich nicht verraten.

Erzählweise
Es wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Louisa (Lou) erzählt. Es gibt aber 5 Kapitel, die aus der Sicht von anderen erzählt werden, die in Bezeihung zu Lou oder Will stehen:
  • Camilla, Will's Mutter (Kapitel 8)
  • Nathan, Will' Pfleger (Kapitel 19)
  • Steven, Will's Vater (Kapitel 21)
  • Kathrina / Treena, Lou's Schwester (Kapitel 25)
  • Staatsanwaltschaft (Kapitel 27)
Ich fand diesen Perspektivwechsel durchaus interessant.

Was hat mir gefallen?
Der Roman ist sehr emotional (nicht romantisch oder schnulzig) und ich konnte mich (auch als Mann) gut in Lou hineinversetzen. Es gibt immer wieder positive Momente, die sich mit traurigen Momenten abwechseln. Eine emotionale Achterbahnfahrt! Wer nah am Wasser gebaut ist, wird sicher auch einige Tränen vergießen. Wenn das ein Roman schafft, finde ich das schon sehr bemerkenswert. Auch die Handlung nimmt immer wieder überraschende Wendungen! Der Roman ist auch sehr informativ. Man lernt viel über Menschen mit Behinderungen, insbesondere über Tetraplegiker (ein Begriff, den ich vorher noch nie gehört hatte).

Was gibt es zu kritisieren?
Vielleicht, dass der Roman zu kurz ist? Nein, ich denke die 520 Seiten sind passend. Aber das ist ja immer so bei einem guten Buch, dass man nicht möchte, dass das Buch endet, oder?

Wer sollte das Buch lesen?
Jeder, der Wert auf gut ausgearbeitete Charaktere und Beziehungsromane legt.

Fazit:
Lesen! Lesen! Lesen! ;-)

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen (Sehr lesenswert)

Nachtrag: Der Roman soll auch bald verfilmt werden!

Links:
 Videorezension

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